Nach 25 Jahren werden erstmalig wieder Einzel-Gebühren für die Nutzung der Schleusen des Ems-Jade-Kanals fällig. 

Für Skipper waren Schleusungen bislang kostenlos, weil der Regionalverband Weser-Ems des Segler-Verbandes Niedersachsen (SVN) eine jährliche Pauschale an den Schleusenbetreiber, den Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), zahlte. Diese Regelung galt auch für Sport- und Charterboote, die nicht dem Verband angehörten.

Der NLWKN wollte die jährliche Pauschale für 2022 anheben. Der SVN verweigerte die Erhöhung und fand keine Einigung mit dem NLWKN. Daraufhin kündigte der SVN den bisherigen Vertrag. Somit müssen alle Sport- und Charterboote ab diesem Jahr sechs Euro pro Schleusung entrichten. Bei einer vollständigen Kanalnutzung ergibt das bei sechs Schleusen immerhin 36,-- Euro.

Laut NLWKN sei dies nur ein vorläufiger Zustand. Es solle nach wie vor eine „eine einvernehmliche Lösung im Interesse der regionalen Wassersportlerinnen und Wassersportler“ gefunden werden. Beteiligt an den Verhandlungen ist neben dem SVN auch die Ostfriesland Touristik GmbH. Welche Summen verhandelt werden ist nicht bekannt.

Bis zu einer Einigung müssen Sportbootfahrer auf jeden Fall selbst zahlen. Kommt es jedoch zu keiner Einigung, bleibt es bei der Einzelgebührenregelung. Und das wird die Unfallgefahr durch die rutschigen Schleusenleitern enorm steigern.


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