• Die Mole kommt nicht, dafür vermutlich neuer SandDie geplante Hafenmole wird nicht gebaut (wir berichteten). Das Geld des Molenbaus soll nun für Sandaufspülungen am Hooksieler Badestrand verwendet werden - zumindest wenn es nach dem Willen des Seebadevereins geht.

  • Am Mittwoch wurde eine Ankertaumine aus dem zweiten Weltkrieg geborgen und gesprengt.  Auch nach über 70 Jahren war die Mine noch voll in Takt und scharf. Gesichtet wurde sie Dienstag in der Nähe des Offshore-Windparks Godewind.  

    Zur Bergung entsandte das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven die Mellum und ein Sicherungsschiff der Bundespolizei. Sie brachten zwei Mitglieder des Kampfmittelräumdienstes zum Fundort. Aufgrund der Wetterlage entschieden sich diese gegen eine Sprengung auf See. Die Mellum zog die Mine daher an einem 150 Meter langen Schleppdraht in die Nähe von Horumersiel

    Ein kleineres Arbeitsschiff zog die Mine dann bei Hochwasser auf die Schlickkante. Dort fiel die Mine bei der nächsten Ebbe trocken. Hier brachten die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes eine Sprengladung an der Mine an und sprengten sie. Die Ankertaumine hatte schätzungsweise 150 bis 250 Kilogramm Sprengstoff geladen. Tiere wurden vorher durch Warnsignale verscheucht. Der Schiffsverkehr wurde nicht behindert.

    Sogenannte Ankertauminen wurden im letzten Weltkrieg tausendfach in tieferem Wasser am Meeresboden verankert und treiben knapp unterhalb der Wasseroberfläche. Ein Großteil wurde über die Jahrzehnte zwar geräumt, aber wie viele scharfe Minen noch vorhanden sind weiß niemand. Experten schätzen, dass neben den Ankertauminen noch mindestens 1,6 Millionen Tonnen scharfer Munition in deutschen Küstenrevieren liegen.

  • Seenotretter retten drei Menschen – Wiederbelebung einer Frau erfolglos

  • Internationale Meeres- und Klimaforscher kommen am 27. März zu einem bisher einzigartigen Experiment am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg zusammen. Zwei Wochen lang wird das interdisziplinäre Expertenteam vom Wilhelmshavener ICBM Standort aus auf dem Jadebusen die hauchdünne Oberflächenschicht des Meeres auch in der Nacht untersuchen. Sie beeinflusst den Gasaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean und wirkt sich auch auf das Klimageschehen aus.

    Der größte Teil der Ozeane ist von dünnen natürlichen Häutchen, sogenannten Oberflächenfilmen, bedeckt. Angereichert mit organischen Verbindungen biologischen Ursprungs bilden sie eine turbulenzfreie Grenzschicht auf der Meeresoberfläche. Diese Schicht verlangsamt den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre. Und oft bietet sie ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen, die diesen Austausch zusätzlich aktiv beeinflussen können. Die Wissenschaftler des Projektteams vermuten, dass sich dieser Film bei Dunkelheit anders verhält als am Tag: Die Sonneneinstrahlung lässt zum Beispiel Mikroalgen Sauerstoff (O2) produzieren – die Ozeane steuern immerhin die Hälfte des Luftsauerstoffs auf der Erde bei. Darüber hinaus nehmen die Meere ungefähr ein Drittel des von Menschen produzierten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auf. Speziell nachts, so die Annahme, könnten allerdings atmende Mikroorganismen in der Grenzschicht in den Vordergrund treten, die ebenfalls CO2 produzieren.

    In den kommenden zwei Wochen am Jadebusen geht es vor allem um folgende Fragen: Schwanken die Zusammensetzung und die Stoffwechselleistungen der Mikroben-Gemeinschaften im Tagesverlauf nennenswert? Und beeinflussen Sie tatsächlich in maßgeblicher Form den Gasaustausch von O2 und CO2 durch den Oberflächenfilm? Außerdem interessiert die Wissenschaftler, inwieweit biologische, physikalische und (photo-) chemische Prozesse die Menge und Beschaffenheit feinster Schwebstoffe (Aerosole) über der Meeresoberfläche prägen – diese wirken sich auch auf die Wolkenbildung aus.

    „Es ist das erste Mal, dass wir Oberflächenfilme auch nachts untersuchen, überdies international und fachübergreifend. Das wird eine Herausforderung, denn die Arbeit bei Dunkelheit auf See ist ohnehin nicht einfach“, erklärt Dr. Mariana Ribas Ribas, Ozeanographin in der Arbeitsgruppe (AG) Meeresoberflächen am ICBM. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Christian Stolle, der zudem am Institut für Ostseeforschung (IOW) forscht, hat sie das Projekt initiiert. Die Idee für „MILAN“ (sea-surface microlayer functioning during the night) ist auf unkonventionelle Weise am Rande einer Fachtagung entstanden. „Normalerweise wirbt man Geld ein und führt dann ein Projekt durch. Hier lief es anders herum“, so Ribas Ribas weiter. Gemeinsam wolle man MILAN nun zu einem europäischen Projekt ausbauen.

    Zum Team gehören Forscher aus Costa Rica, Dänemark, Großbritannien, Italien, Kroatien, Polen, Schweden und Spanien. Von deutscher Seite sind neben den Projektinitiatoren Ribas Ribas und Stolle sowie dem Leiter der durch den European Research Council (ERC Starting Grants) geförderten AG Meeresoberflächen, Dr. Oliver Wurl, weitere Wissenschaftler der Universität Oldenburg, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig beteiligt.

    Dem Projektteam steht der Forschungskutter „Senckenberg“ des Wilhelmshavener Senckenberg Instituts zur Verfügung. Von Bord des Schiffes aus soll neben einer sensorbestückten Spezial-Driftboje auch ein ferngesteuerter Forschungskatamaran der ICBM AG Meeresoberflächen zum Einsatz kommen: Er sammelt größere Mengen des Oberflächenfilms für Laboruntersuchungen ein. Zweckgebundene universitäre Mittel in begrenztem Umfang erlauben zudem den Einsatz des ICBM-Forschungsbootes „Otzum“.

    MILAN beginnt am 27. März und endet vorerst am 13. April. Interessierte können dem Projekt über soziale Medien folgen: Es wird ein Blog unter icbm-auf-see.uni-oldenburg.de/category/home/fs-senckenberg/ eingerichtet, und Dr. Mariana Ribas Ribas wird nach Projektbeginn via Twitter unter dem Hashtag #MILANProject informieren.

  • AktuelleLotungen

    Aktuelle Tonnenpositionen (letzte Änderungen sind fett hervorgehoben):

    K 2 rote Spierentonne 53° 37.255' N 008° 10.335' E  
    K 4 rote Spierentonne 53° 37.179' N 008° 11.107' E  
    K 6 rote Spierentonne 53° 37.184' N 008° 11.833' E  
    K 8 rote Spierentonne 53°37.370' N 008°12.583' E  
    K 10 rote Spierentonne 53° 37.541' N 008° 13.316' E  
    K 12 rote Spierentonne 53°37.952' N
    008°14.988' E  
    Pegepfahl   53°38.018' N 008°14.962' E  
    Tafel Aufschrift "Kabel"   53°38,150'N  008°18,060'E  
    Tafel Aufschrift "Kabel"   53°38,160'N 008°18,130'E  

    Der Prickenweg ist im Zuständigkeitsbereich von Wilhelmshaven fertiggestellt.

     

     

     

     

     

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