• Das Emssperrwerk soll so umgebaut werden, dass es die Tide steuern kann. Nach dem Umbau sollen die Tore des Emssperrwerks ab 2022 die Tide so beeinflussen können, dass mehr Schlick aus der Ems heraus- als hineintransportiert wird. Das Vorhaben ist Teil des Masterplans Ems, dessen Ziel es unter anderem ist, den ökologischen Zustand der Ems zu verbessern.

    Die Umbaukosten belaufen sich auf 46 Millionen Euro. Der Bund und das Land Niedersachsen wollen sich diese Kosten teilen.  Die Baukosten des Sperrwerks betrugen bereits 224 Millionen Euro. Bei gescheiterten Testläufen zur Tidensteuerung fielen Im Laufe der letzten Jahre nochmals über vier Millionen Euro Reparaturkosten an. Hinzu kommen noch Baggerkosten die trotz Sperrwerk jährlich anfallen. Diese Kosten beliefen sich im Laufe der letzten 10 Jahre auf fast 20 Millionen Euro.

  • Die Ausbaggerungen gehen weiter, die Verschlickung der kleinen Häfen auch. Die neue (alte) Lösung: das Emssperrwerk soll die Tide steuern.

  • Zwei bis sechs Stunden möchten die Verantwortlichen das Sperrwerk künftig bei Flut schließen – ohne Schleuse für die Schifffahrt!

  • In der Nacht zu Sonnabend ist wegen der Sturmflut das Emssperrwerk geschlossen worden. Gegen 23 Uhr ließ der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Tore in Gandersum schliessen. Vor der Schließung des Sperrwerks lag der Wasserstand in Emden bei rund 1,75 Meter über dem mittleren Hochwasser. Durch den Rückstau nach der Schließung stieg das Wasser dann auf 2,74 Meter. Teile des Emder Außenhafens, darunter der Emspier und der Borkumkai wurden überspült. Laut NLWKN lagen die Pegel in Emden, Leyhörn und Borkum so hoch, dass von einer schweren Sturmflut gesprochen werden muss. Ob das Hochwasser zu Schäden an Deichen, Dünen oder Buhnen geführt habe, sei noch unklar.

    Nur wenige Tage zuvor hatte Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann beim Neujahrsempfang erneut eine Vertiefung der Außenems um einen weiteren Meter gefordert.Das vor mehr als vier Jahren begonnene Planfeststellungsverfahren müsse nun endlich Ergebnisse liefern, damit endlich gebaggert werden könne, sagte er vor rund 600 Zuhörern. Wasserbauexperten bescheinigen dem Emder Hafen nach der Vertiefung zwar die Möglichkeit tiefer gehende Schiffe abfertigen zu können, aber auch das Risiko höherer Sturmfluten, da das Wasser dann noch schneller und noch höher auflaufen werde.

     

  • Das Emssperrwerk beginnt Ende Juni mit dem Testbetrieb als flexible Tidesteuerung.

  • Auf Position

    53°14,12376'N 007°24,00025'E (Höhe Nüttermoor)

    wurde eine West- Kardinalstange gesetzt.

    Diese bezeichnet zwei Messstationen.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.