Den Seehunden im Wattenmeer - einem Indikator für den ausreichenden Naturschutz - geht es prächtig. Ihr Bestand ist mittlerweile so hoch, wie zu Kaisers Zeiten.

In den vergangenen 30 Jahren - also während der Laufzeit der aktuellen Befahrensverordnung für das Wattenmeer - hat sich die Zahl der Seehunde verfünffacht. Der Bestand ist nach Angaben des gemeinsamen Wattenmeersekretariats von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden wieder auf dem Niveau von 1900.

Im Wattenmeer leben aktuellen Schätzungen zufolge rund 40.000 Seehunde.

In diesem Sommer hatten die Experten bei Zählflügen über dem Wattenmeer in Deutschland zwar mehr, insgesamt aber etwas weniger Seehunde als im Vorjahr gesichtet. Die Differenz liegt den Angaben des Wattenmeersekretariats zufolge bei etwa 1.500 Seehunden und füpr den gesamten Küstenverlauf insgesamt damit ca. vier bis fünf Prozent Tiere weniger als im Vorjahr. Das habe jedoch nicht zwingend etwas zu bedeuten, weil die Ergebnisse durch zahlreiche Faktoren beeinflusst würden. So könnten sich beispielsweise Witterungsbedingungen auf die Zählflüge auswirken, was in diesem Jahr z.B. der Fall war. Aussagekräftiger sei der Langzeittrend.

Der Langzeittrend deutet darauf hin, dass die Seehundpopulation seit 2012 jährlich um etwa ein Prozent wächst. Die Experten wollen deshalb herausfinden, warum das so ist und wie das Wachstum noch weiter gesteigert werden könnte. Die Frage, ob 40.000 Tiere nicht vielleicht auch die natürliche Obergrenze in diesem begenzten Lebensraums sind, wurde nach unseren Informationen von den Experten bislang offenbar noch nicht diskutiert.

 


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