Die Sandbank mitten im Juister Hafen soll verschwinden. Die Vorbereitungen für die Baggerung sind jetzt angelaufen.
Jeder kennt sie, die Sandbank mitten im Juister Hafen. Sie behindert den Fährverkehr und auch Sportboote rauschen immer wieder mal auf sie drauf. Auch an den Liegestellen an der Spundwand gibt es zunehmend Versandungsprobleme. Der Hafenbetreiber, die Gemeinde Juist, gab daher die Ausbaggerung in Auftrag (wir berichteten), weil mit den üblichen Injektionsspülungen (Versuch der Verflüssigung von Sedimenten) keine Erfolge mehr zu erzielen waren.
Die Gemeinde beauftragte eine niederländische Firma, die mit ihren fünf Schiffen bereits ähnliche Arbeiten auf den niederländischen Inseln erledigt hat. Allerdings dürfen diese Schiffe das deutsche Wattenmeer nicht befahren, da sie nur über eine Zulassung für die Binnenreviere verfügen. In den Niederlanden ist dies kein Problem, da dort das Wattenmeer zu den Binnenrevieren zählt. In Deutschland ist dies jedoch nicht so.
Daher wurde die 45m lange „Catjan“ gechartert und am letzten Wochenende von Wyk auf Föhr nach Juist verholt. Die „Catjan“ besitzt die notwendige Seezulassung.
Der aus dem Hafenbecken entnommene Sand soll für die Erhöhung der Deichstrecke zwischen dem Westdorf und der Domäne Loog verwendet werden.