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Segeln im Wattenmeer

Juist: Wassereinbruch auf Segelyacht

Wassereinbruch auf ihrer etwa sieben Meter langen Segelyacht brachte einen Vater mit seiner fünfjährigen Tochter und einen Mitsegler in höchste Gefahr.

 

Die freiwilligen Seenotretter der Station Juist der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) holten das Kind sowie den Mitsegler von Bord und brachten das Boot sicher in den Hafen.

 

Seenotrettungsboot nimmt Segelboot längsseits
Ein Seenotretter von Juist stieg auf den Havaristen über.

 Gegen 17.30 Uhr meldete ein anderes Segelboot, das mit dem Havaristen in Kontakt gewesen war, den Notfall bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Da die Position relativ ungenau war, alarmierte die SEENOTLEITUNG sowohl die Station Juist wie auch die Seenotretter der Station Norderney und einen in der Nähe befindlichen Tonnenleger. Auch die weitere umliegende Schifffahrt wurde um Unterstützung gebeten.
Das Segelboot befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Bantsbalje, einer tiefen Fahrrinne zwischen Juist und dem Festland. Kräftiger Wind mit vier Beaufort und dem Wind entgegen laufender Gezeitenstrom führten zu hartem, ruppigen Seegang.
Trotz ungenauer Positionsangabe fanden die Juister Seenotretter den Havaristen nur zwanzig Minuten später, und ein Seenotretter stieg mit einer mobilen Lenzpumpe auf das Boot über. Das Wasser hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Bodenbretter im Boot überspült. Erst jetzt wurde klar, dass sich auch ein fünfjähriges Mädchen an Bord befand. Die Seenotretter übernahmen das Kind sowie einen erwachsenen Mitsegler sofort auf das Seenotrettungsboot HANS DITTMER. Die inzwischen aus Norderney eingetroffenen Seenotretter „machten Lee“, das heißt, sie gaben Windschutz für das nicht ungefährliche Manöver.
Ein Seenotretter verblieb auf dem Segelboot und unterstützte den Skipper. Mithilfe der Pumpe gelang es, den Wassereinbruch soweit zu stoppen, dass der Havarist an der Schleppleine Richtung Juist gebracht werden konnte.
Dort wurde das Boot mit dem Kran des Segelclubs Juist aus dem Wasser genommen, um den Schaden zu untersuchen.
Das Kind und die Segler blieben unverletzt.

Quelle: DGzRS

 

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