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Segeln im Wattenmeer

Nordsee: Künstliche Insel geplant

Der Energietransporteur Tenet plant eine 6 km² große Insel in der Nordsee.

Geplant ist die Schaffung eines großen Verbindungs- und Verteilpunktes für Tausende zukünftiger Windkraftanlagen auf hoher See. Die künstliche Insel im Bereich der Doggerbank soll zentraler Verteilknotenpunkt werden.

Vorab muss aber die Machbarkeit geprüft werden. Doch beim Übertragungsnetzbetreiber TenneT ist man sich sicher: "Die Insel wird kommen." 

Torben Glar Nielsen sagte: „Der Plan, eine oder mehrere künstliche Inseln mitten in der Nordsee anzulegen, klingt nach einem Science-Fiction-Projekt. Tatsächlich könnte dies aber für die Länder im Nordseeraum eine sehr effiziente und bezahlbare Möglichkeit sein, die zukünftige Nachfrage nach mehr erneuerbarer Energie zu befriedigen“.

Ein Windenergie-Verteilkreuz in einem Bereich wie etwa der Doggerbank hätte laut Tenet zahlreiche Vorteile:

  • In seichtem Wasser gelegen mit optimalen Windbedingungen für Offshore-Windparks.
  • Das Projekt hat das Potenzial, Windenergie in großer Menge zu erzeugen: Insgesamt könnten 70.000 bis 100.000 Megawatt an eine oder mehrere Windenergie-Verteilkreuz-Inseln angebunden werden.
  • Große Windparks auf hoher See werden mit einer nahegelegenen Verteilkreuz-Insel verbunden. Das ermöglicht kurze Kabelwege von den Windparks bis zu den Konvertern auf der künstlichen Insel, wo die Konverter einfacher auf Land als auf Plattformen errichtet werden können. Die Energieerzeugung wird von hoher See quasi „näher an die Küste“ (Insel) herangeholt. Somit reduzierbare Größen-ordnungen der Infrastruktur werden die Kosten senken.
  • Von den Inseln aus kann die erzeugte Windenergie über Gleichstromleitungen an die Nordseeländer, wie z.B. die Niederlande, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Belgien verteilt und übertragen werden.
  • Die Übertragungsleitungen werden gleichzeitig als Interkonnektoren zwischen den Energiemärkten der genannten Länder fungieren. Neben der Übertragung von Strom aus Windenergie an die angeschlossenen Länder ermöglichen diese „Windkonnektoren“ den Ländern den Handel mit Strom.

TenneT und Energinet (sowie andere Parteien, die sich beteiligen möchten) werden in den nächsten Jahren zunächst die Einzelheiten und Möglichkeiten für eine oder mehrere Windenergie-Verteilkreuz-Inseln prüfen. In diesem Zusammenhang sollen ebenfalls mögliche Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt untersucht werden. TenneT und Energinet wollen dabei besonderen Wert auf engen Kontakt mit Umwelt- und Naturschutzorganisationen legen.

 Tenets künstliche Insel

(Bilder: Tenet)

 

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