Die DGzRS hat die Rettung eines Seglers aus der Nordsee koordiniert. Das Boot des Mannes war nordöstlich von Wangerooge offenbar gekentert.

 

Im Verlauf einer umfangreichen Suche mit zahlreichen Rettungseinheiten der Seenotretter und mehreren Behördenschiffen machte schließlich ein Rettungshubschrauber den Mann in sprichwörtlich letzter Minute ausfindig.

Gegen 18.15 Uhr informierte der Skipper eines anderen Segelbootes die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS über einen Notfall nahe der sogenannten Nordergründe. Er hatte über Funk einen schwachen „Mayday“-Ruf für unmittelbare Lebensgefahr empfangen, konnte jedoch kein Schiff in Not ausfindig machen. Unmittelbar danach bestätigten weitere Schiffe im Seegebiet den Notruf.

Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten umgehend die vier DGzRS-Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN/ Station Hooksiel, ANNELIESE KRAMER/Station Cuxhaven, HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven und HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, die sofort mit Höchstgeschwindigkeit ins vermutete Einsatzgebiet ausliefen. Zudem banden die Seenotretter Behördenschiffe und Wassersportler im Seegebiet in die Suche mit ein sowie einen SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine und den ADAC-Hubschrauber „Christoph 26“ aus Sanderbusch.

Gegen 19 Uhr meldete der ADAC-Hubschrauber rund neun Seemeilen (etwa 16,5 Kilometer) nordöstlich der Insel Wangerooge Sichtkontakt mit dem Havaristen. Der etwa neun Meter lange Motorsegler war gekentert und trieb auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche. Der einzige Mensch an Bord, ein 77-jähriger Mann, hatte sich auf dem Boot halten und auch noch den Notruf absetzen können. Bis zu seiner Rettung sank das Boot langsam immer weiter.

Der Hubschrauber nahm den Schiffbrüchigen mit der Seilwinde an Bord und flog den nur leicht bekleideten, unterkühlten Skipper ins Krankenhaus.

Als der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE wenig später am Unglücksort eintraf, war das havarierte Boot bereits gesunken. Die Seenotretter entdeckten noch einige wenige Wrackteile und informierten die Verkehrszentrale über die genaue Position.

Zum Einsatzzeitpunkt herrschten nördliche Winde mit einer Stärke zwischen vier und fünf Beaufort (bis 40 km/h) Windgeschwindigkeit. Die Wassertemperatur betrug etwa 14 Grad Celsius. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Quelle: DGzRS


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